Feb 25 2010

Bluttrinker pt.2

SRB

So, zweiter Blick hinter die Kulissen. Aber welche?
Okay, haken wir vorher schnell die Werbung in eigener Sache ab: Wer es noch nicht weiß, dem sei gesagt, dass ich eine Romanflatrate für 10 Jahre verlose. Alle Fragen werden hier geklärt.

Gut, damit wäre der Punkt schonmal erledigt.

Damit zum Thema: Am 18.03. lese ich um 11 Uhr morgens im Rahmen der Buchmesse Leipzig auf der Leseinsel. Im Anschluss daran wird man mich beim Stand von Werkzeugs noch eine Weile antreffen können.
Jetzt bin ich gerade dabei die perfekte Stelle für die Lesung zu suchen. Das ist gar nicht so leicht. Der Textauszug sollte nach Möglichkeit das Spektrum des Romans zeigen. Zusätzlich empfinde ich es noch als vorteilhaft, wenn man nicht zu viele Personen in einer Lesung benennt, das kann sich eh kein Mensch merken. Ich habe schon ein paar Kandidaten ausgewählt, die in Frage kommen. Mal sehen, welcher es am Ende wird. Zu viel will man ja auch nicht verraten. Schwierige Gratwanderung, sag ich euch.

Soviel mal für Heute. Ich weiß, ist nicht viel, aber manchmal müssen auch ganz trockene Ankündigungen sein. Man könnte zwar meinen, dass ich viel Zeit habe, jetzt wo Bluttrinker anläuft, aber dem ist ganz und gar nicht so. Wie oben bereits erwähnt ist bald Buchmesse. Das ist einer der beiden Termine, zu denen sich Autoren mal wieder aus ihren Schreibhöhlen wagen. Man bringt sich in Form, polstert das eigene Portfolio auf und entwickelt noch jede Menge “Last-Minute-Ideen”, die dann die armen Agentinnen alle noch sichten sollen. Zumindest bei letzterem war ich dieses Jahr brav, denn meine Ideenplanung läuft schon seit Monaten in enger Absprache mit eben diesen wundervollen Agentinnen. Aber das ist auch der Grund, weshalb ich eher wenig Zeit habe. Mich treiben zur Zeit nämlich gleich mehrere Ideen um und zwei haben mich so sehr gepackt, dass ich da auch direkt mit der Arbeit begonnen habe.
Es stimmt schon, als Autor ist man getrieben. Ich schreibe zwar, um damit Geld zu verdienen (ja, sorry an die Ideallisten, so läuft es leider) – aber vor allem in den letzten Tagen bemerke ich doch, dass ich ohne mein tägliches Pensum einfach unausgeglichen bin.

Wer übrigens noch ein Exemplar der Erstausgabe von “Tharador” ergattern will, der sollte sich beeilen, wie ich aus gut unterrichteten Kreisen gehört habe. Bei Gelegenheit werde ich sicher wiedermal eines verlosen, aber das kann noch dauern, da ich vor Ablauf der Flatrate-Verlosung kein neues Gewinnspiel starte. Sonst verliere ich noch den Überblick.


Feb 16 2010

Bluttrinker pt.1

SRB

So, das Buch ist jetzt seit grandiosen zwei Wochen erhältlich, die ersten Leser schicken mir ihr Feedback – vielen dank dafür und auch für die netten Worte.
Zeit, ein wenig hinter die Kulissen zu blicken, findet ihr nicht?

Die Arbeit an Bluttrinker war eine ganz besondere Herausforderung. Prequel zu schreiben ist immer eine Gratwanderung. In den CdP hatte ich ja schon einiges von der Zeit Throndimars erzählt. Vorallem, wie Throndimars Kampf endet. Nun stellte sich eigentlich nur die Frage, ob ich in Bluttrinker diese Geschichte nacherzählen würde, oder ob ich eine Art alternative Vorgeschichte erzähle. Letzteres kam ganz klar nicht in Frage. Aber da stellte sich schon die nächste Frage: Wie mache ich das Buch für Kenner der Chroniken dennoch spannend?

Der große zeitliche Abstand der beiden Geschichten kam mir da gelegen. Aus Tharador kannte man das Ende von Throndimars Reise, aber wusste nicht wie sie begonnen hatte. Man wusste nichts über seinen Weg, sein Handeln. Und ich nutzte die Tatsache, dass in 300 Jahren einiges an verklärter Heldenverehrung vonstatten ging. Throndimar ist also möglicherweise ganz anders, als man ihn erwartet hätte.
Aber das allein reichte mir noch nicht. Ich wollte auch noch etwas völlig Neues erzählen. Die Geschichte um die Fürsten, die um die Krone streiten passte perfekt in die Zeit. Die Länder nördlich der Todfelsen sind im Umbruch, stecken mitten in einer Entwicklung, deren Ende noch nicht abzusehen ist.
Ich merke, wie ich schon wieder kurz davor bin viel zu viel zu verraten. Aber ein paar kleine Schmanker’l hab ich noch.
Hier ist eine Liste mit bekannten Namen/Charakteren aus den Chroniken, die in Bluttrinker auftauchen:
Amosh, Balburan, Baldrokk, Barsjk, Faeron, Gordan, Gulmar, Karandras, Malvner, Rhelon, Throndimar und Xandor.

Ich glaube/hoffe, ich habe keinen vergessen. Und vielleicht sticht dem ein oder anderen Leser ein bestimmter Name ins Auge. Nun, ich werde es noch nicht verraten, aber die Hinweise zu ihm stecken in den Büchern. Wie heißt es bei Prestige: “Sehen Sie auch genau hin?”
Ich könnte natürlich auch alles verraten, aber es macht doch viel mehr Spaß solche Geheimnisse selbst zu entknobeln, nicht wahr?


Dez 11 2009

Frisch vom Schreibtisch pt.2 – Bluttrinker

SRB

So, ich hatte ja Einblicke in das Buch und seine Entstehung versprochen, also will ich mal die Gelegenheit nutzen und auch Wort halten.
Bluttrinker existiert auch schon wieder ein paar Jahre als Idee. Eigentlich ist der Wunsch Bluttrinker zu schreiben schon fast so alt, wie die CdP. Aber ich wusste damals, dass es noch nicht an der Zeit dafür war. Ich habe lange am Konzept gearbeitet.
Dabei stand immer Eines im Mittelpunkt: Vier Charaktere, die alle ihr Bestes geben – und alle erkennen, dass es manchmal nicht genug ist.
Bluttrinker wird Kanduras zu einem sehr viel dunkleren Ort machen.

Aber das Beste: Bluttrinker wird nicht nur der Roman sein, nein, es war auch noch Platz für die komplette Entstehungsgeschichte. Eine Zeittafel, die mit der Ankunft des Göttervaters beginnt, und bis zu den Ereignissen in Bluttrinker das Wirken der Götter beschreibt. Das war ein Element, das mir sehr am Herzen lag.
1. Jetzt ist der Hintergrund gedruckt und damit geschützt.
2. Es bietet dem Leser die Möglichkeit noch viel tiefer in die Welt einzutauchen.
Aber die Zeittafel liegt am Ende des Romans. Denn für das Verständnis von Bluttrinker ist sie nicht notwendig. Und ich wollte den Leser nicht mit einer mehrseitigen Geschichte begrüßen. Nein, wer will, der kann da noch mehr erfahren.
Wieso mehr? – Tja, die Göttergeschichte wird manches Detail des Buches in einen größeren Kontext setzen. Vielleicht entdeckt der findige Leser ja auch ein neues Rtsel, oder die Antwort auf ein altes, wer weiß?…
Ich habe ja hier schonmal geschrieben, dass man bei mir zwischen den Zeilen lesen sollte. Die gedruckten Worte sind nur 50%. Somit erwarten euch bei Bluttrinker 1024 Seiten Abenteuer! *g*


Nov 23 2009

Frisch vom Schreibtisch pt.1

SRB

So, rufen wir mal eine neue Serie von Blogeinträgen, die in weniger (ich spare mir das mehr – das kann ich eh nicht halten) festen Abständen fortgeführt wird. Natürlich auch weniger, weil ich nicht immer so frei über aktuelle und zukünftige Projekte sprechen kann, klar.
Aber steigen wir mal gleich voll ein.
Mein kleines “Weltenbau Einmaleins”
Da stehe ich nun, ich habe eine Idee für einen Plot und möchte den in einer passenden Welt umsetzen, oder ich habe eine Welt erdacht und suche danach einen Plot dazu.
Bei den CdP hatte ich als erstes eine Landkarte, dann eine ganz einfache Idee: “Ich will über einen Engelssohn schreiben, und in dieser Welt sollen diese Geschöpfe als Paladin bezeichnet werden.”
So unspektakulär, so einfach, so effektiv.
Ah, ich höre sie schon, die Unkenrufe nach mieser Recherche usw. Das ganze Recherche-Thema verdient irgendwann mal ne eigene Serie.
Natürlich recherchiere ich. Aber ich erhebe sie nicht zum Selbstzweck. Eine schlechte Geschichte wird durch genaue Fakten nicht besser, allerdings wird eine gute Geschichte durch absoluten Bruch mit allen gängigen Naturgesetzen auch mies.
Aber hier steckt schon ein Teil meiner Haltung zur Recherche. Sie muss der Geschichte dienlich sein. Der Grad an “Realität” – ein Begriff, den ich in erdachten Fantasywelten mit Vorsicht gebrauche – muss passen. Die Welt muss in sich konsistent sein, nachvollziehbar und logisch. Sie muss nicht unseren geschichtlichen Beispielen entsprechen. Das kann, will und soll meine Fantasywelt auch gar nicht leisten.
So, an diesem Punkt wird mancher Leser ausgestiegen sein und sagen “Bah, der Bellem, der macht nur, was er will. Behauptet, es ginge ohne Recherche.”
Für die, die weiterlesen – nein, das behaupte ich nicht.
Es geht auch nicht ohne.
Als ich die Landkarte erschuf, da nahm ich mir reale Vorbilder als Beispiel. Die Todfelsen erinnern entfernt an die Alpen, nur etwas höher. Als ich die Städte verteilte, da wälzte ich auch geschichtliche Landkarten, Texte über Stadtentwicklung und noch einige andere Sachen. Ich wählte Staatenformen, suchte nach Erklärungen, warum sich beide Hälften des Kontinents unterschiedlich entwickelten. Da könnte man noch sehr lange weitermachen.
Dann kam der lustigste Teil: Die Entstehungsgeschichte. Oder der “Ich-spiele-dann-mal-Gott Baukasten”
Dafür ging ich einige Texte über alte Mythologien durch, woran Menschen glaubten, und warum. Und dann suchte ich mir interessante Aspekte heraus, entfremdete sie und feilte sie mir zurecht.
So nahm ich die Idee eines Götterpantheons auf und fügte den Aspekt hinzu, dass die Götter Sterbliche zu Engeln erheben können. Dann setzte ich über das Pantheon einen Göttervater, der in seinem Zorn die Dämonen erschuf. Und noch wesentlich mehr. Die ganze Entstehungsgeschichte ist sehr umfangreich geworden und wird sicherlich einmal in gedruckter Form auftauchen, versprochen.

So, nun haben wir die Welt erschaffen. Wir haben uns wirklich Mühe gegeben, haben dafür gesorgt, dass die einzelnen Eckpfeiler mit stabilen Wänden verbunden sind, wir haben das Fundament gelegt.
Die Spielwiese für den Roman ausgebreitet. Man kann sich mit einem solchen Gerüst ziemlich sicher durch die Welt bewegen, es ergeben sich einige Handlungsstränge vielleicht sogar schon direkt aus dem Weltenhintergrund. bei den CdP war dies die Vertreibung sowohl der Orks als auch der Zwerge. Die drohende Invasion der Dämonen und natürlich Tharadors Wirken selbst.
Die CdP feiern nächstes Jahr ihr zehnjähriges Bestehen, nicht seit Veröffentlichung, sondern seit ich ernsthaft damit begonnen habe. Die Landkarte erschuf ich noch viel früher, sicherlich vor fünfzehn Jahren. Naja, das wird jedenfalls ein Anlass sein, im neuen Jahr ein wenig zu feiern – dazu bald mal mehr.
Jetzt wurde das doch mehr zur Recherche, als ich wollte, aber das zeigt auch einen ganz wichtigen Punkt meiner Arbeitsweise: Manchmal muss man sich von der Stimmung tragen lassen. So bin ich bei meinem aktuellen Projekt auf eine neue Idee gestoßen, die ich leider noch nicht ausbreiten darf, denn der Roman ist noch gut zehn Monate entfernt.
Bald werde ich auch endlich ein wenig mehr zu Lichtweber(AT) schreiben können, das wunderschöne Cover posten dürfen und den endgültigen Titel verraten. Aber ich habe einen kleinen Hinweis. In diesem Blogeintrag sind alle Buchstaben versteckt, aus denen der Titel besteht – boah! *g* Wer ihn errät, der bekommt das Buch von mir geschenkt, aber nur die erste richtige Einsendung. Postet eure Ideen in den Kommentaren. Ich verrate nur soviel: Der Roman wird NICHT Lichtweber heißen, das wäre zu einfach.

Nein, so ganz ohne neue Infos, kann ich nicht enden. Also, der Roman, an dem ich gerade arbeite, wird dem Genre der Urban Fantasy zuzuordnen sein. So, nun ist es raus. Herbst 2010 könnt ihr ihn lesen. Und obwohl Urban Fantasy auch Fantasy ist, schreibt es sich völlig anders.
So, das ist nun lang genug geworden, mehr in einer nicht all zu fernen Zukunft.


Okt 25 2009

Zwischen den Zeilen…

SRB

…der Chroniken des Paladins (ab jetzt kurz CdP) gibt es eine Menge zu entdecken. Zumindest habe ich da eine Menge versteckt, ob man die Sachen auch findet, das liegt am Leser. Prinzipiell müsst ihr auch nicht mit der Lupe ran, aber auch wenn die CdP “bloß” unterhalten sollen, so sind sie doch mehr.
Ich gebe einen kleinen Hinweis, einen Schnipsel in der Art, wie ich sie versteckt habe. Bei manchen Figuren sind das mehr solcher Schnipsel, die man sich zusammensuchen kann, bei anderen sind es nur kurze Hinweise.
All diese Schnipsel sind jedenfalls Romanideen, die ich umsetzen will/werde/habe( ;-) )

Ok, aber nun zu einem der Hinweise, um bei manchen Fans die Lust am Suchen zu wecken:
Im ersten Band (da es der einzige ist, in dem er auftaucht) sagt Xandor: “Es ist nichts Schöndes daran den Körper zu verlieren.”
Dieser Satz für sich allein ist noch relativ unspektakulär. Wenn man nun aber bedenkt, dass Xandor 300 Jahre alt war und man nicht genau weiß, wie Magier in Kanduras ihr Leben verlängern, dann stellt sich möglicherweise die Frage: Ist Xandor wirklich tot? Versuchte er nicht kurz vor Schluss noch einen Zauber zu wirken? Gibt es eine Hintertrür?

Manchmal sind es solch kleine Sätze, die man streut. Entweder, um den Leser in die Irre zu führen, oder um sich wirklich eine Option zu eröffnen.

Ich empfehle übrigens allen Fans der CdP und vor allem allen Freunden von Ul’goth einen genaueren Blick auf diese Anthologie zu werfen. Ihr könntet auch im Zusammenhang mit der Schnipseljagd etwas Neues entdecken.
Wer weiß, vielleicht mache ich ein Gewinnspiel daraus. Wie, weiß ich noch nicht. Aber zu Weihnachten wird es definitiv ein Gewinnspiel geben.