Der Feind in meinem Hirn
Viele Autoren kennen das, und klagen manchmal auch lautstark darüber: Schreibblockade, keine Ideen, keine Lust – einfach jeder getippte Buchstabe ist zuviel.
Möglicherweise fällt meine momentane Erfahung auch in diese Kategorie
Ich werde von einer Romanidee als Geisel gehalten. Und zwar in der Form, dass diese Idee so omnipräsent in meinem Kopf ist, dass ich schwerlich dem aktuell zu schreibenden Roman nachgehen kann. Zum Glück ist da die Deadline noch in sehr weiter Ferne, aber es nervt, denn die Ideen für den aktuellen Roman halten sich auch nicht im Hintergrund, nein, die drängen sich auch auf.
In meinem Kopf ringen gerade drei verschiedene Projekte um die Oberhand, das ist wirklich anstrengend. Vielleicht ist das auch ein Luxusproblem und ich verkenne den darin liegenden Segen. Aber es fühlt sich einfach total verrückt an, wenn das eigene Hirn ständig zwischen drei völlig verschiedenen Konzepten hin und her springt, die dazu auch noch alle in verschiedenen Welten und Epochen spielen!
Und dabei habe ich mir gerade eine ganz fantastische externe Tastatur gegönnt und will eigentlich nur eins: Schreiben! Aber mein Hirn lässt mich nicht. Stattdessen zeichne ich Karten, skizziere Szenen, schreibe diesen Blogeintrag … schaue die Fußball WM (ok, das hat eigentlich nix damit zu tun).
im Moment zwinge ich mich, täglich mindestens 1.000 Worte am nächsten Roman zu schreiben. Das ist lächerlich wenig, aber es hilft wenigstens einen kleinen messbaren Fortschritt zu verzeichnen. Und es beruhigt das Gewissen. Jaja, manchmal it es schon komisch, worüber der Mensch sich so beschwert. Hätte ich keine Ideen wäre es sicher schlimmer. Und darum versuche ich es als Luxusproblem zu betrachten und einfach so viel wie möglich von den Ideen festzuhalten, die gerade durch mich durchfließen.
Ein Diktiergerät wäre vielleicht nicht verkehrt, aber die Dinger sind ja unverschämt teuer, sobald sie auch ein bisschen mehr können.
Und noch ein Hinweis an meine treuen Leser: 2011 wird groß!

