Jan 28 2010

Greif ich nach dem Apfel?

SRB

Der Gedanke – nein, der Wunsch – vom PC auf den Apple umzusteigen reift nun schon eine ganze Weile in mir heran. Nicht weil Apple so cool ist und was weiß ich noch. Die ganzen Meinungen der Apple-Nutzer, allen voran Falko, begannen meinen “Ich nutz Windows, bis ich sterbe”-Deich zu unterspülen.

Aber eigentlich war mein Schicksal schon besiegelt, als ich vor zwei oder drei Jahren den ipod gewann. Und das Prinzip der glänzenden Oberfläche funktioniert bei mir einfach gut. Im Mittelalter wäre ich auch jeder blinkenden Münze nachgerannt – vermute ich.

Das ipad hat nun den entscheidenden Ausschlag gegeben. Wenn, ja wenn ich damit so arbeiten kann, wie ich mir das vorstelle:
Momentan nutze ich den Laptop nie irgendwie bequem auf dem Schoß im Sitzen. Warum? Weil das blöde Ding dann natürlich sofort sämtliche Fussel aus der Kleidung zieht, sehr warm wird und einfach unbequem ist. Nein, ich hab ihn immer auf dem Tisch stehen. Auf dem Esstisch, dem Couchtisch, dem Schreibtisch. Und bei allen Tischen, außer letztgenanntem, tut mir einfach nach ner Zeit der Rücken weh. Darum arbeite ich trotz Laptop vorwiegend am Schreibtisch. Ungefähr 70% der Arbeitszeit. Dabei gefällt es mir mobil zu sein. Es gefällt mir die Arbeit durch die Wohnung zu schleppen und immer zu schreiben, wenn ich ne gute Idee habe.
Mein Masterplan seit gestern ist daher: imac und ipad in Kombination. Die meiste Zeit sitze ich am Schreibtisch, und wenn iwork wirklich auf dem ipad läuft, dann reicht mir das zum tippen, während ich fernseh.
Falko belehrte mich natürlich gleich wieder: “Du brauchst nur ein Macbook.”
Hmmm, nun bin ich also verwirrt. Vielleicht stimmt das. Keine Ahnung. Ich werde mich erstmal ordentlich informieren. Außerdem wird die Geldbeschaffung dafür noch ne Weile dauern, außer Apple will einen aufstrebenden Jungautoren zu Werbezwecken ausstatten ;-)
Ich halte euch hier auf dem Laufenden, bin aber auch an Erfahrungen interessiert.


Jan 25 2010

Bluttrinker: Trailer und Hörprobe

SRB

Es ist soweit. Seite heute findet man auf der Seite des Otherworld-Verlags einen Vieotrailer, sowie eine kleine Hörprobe des Romans.

Bluttrinker Trailer

Gefällt mir sehr gut. Auch die Musikunterlegung ist stimmig.
Und hier auch der direkte Link zur Hörprobe.
Bluttrinker Hörprobe

Jetzt mache ich mich auf die Suche nach einem WP-Plugin, das die Darstellung direkt im Blog unterstützt. Und dann sieht der Beitrag auch hübscher aus ;)
Und natürlich weise ich nochmal auf die Bluttrinker-Aktion hin. Buch kaufen und Tharador geschenkt bekommen. Da Bluttrinker erst Ende der Woche erscheint, noch zwei Wochen Zeit.


Jan 24 2010

Politik

SRB

Und ich meine nicht die politischen Gefüge innerhalb eines Romans, und wie wichtig ein glaubwürdiges politisches System für eine Geschichte sein kann.
Nein, heute tue ich etwas, das ich eigentlich nie tun wollte. Ich äußere mich selbst politisch. Ich wollte es eigentlich deshalb nicht tun, weil mir da argumentativ nur der gesunde Menschenverstand bleibt. Aber vielleicht fehlt den Akteuren unseres politischen Systems ja auch genau davon eine Schippe.

Ich zähle einfach mal die Kuriositäten auf, die mir in der letzten Zeit unterkamen:
- Mehdorn wird für seine Verdienste gelobt, mit der Bahn wieder Schwarze Zahlen geschrieben zu haben… Ich wage mal die ganz kühne Behauptung, dass 99% der Bürger dieses Landes mit einem Monopol Gewinne einfahren können. Ja, es gibt private Anbieter, aber seien wir mal ehrlich, die Bahn ist in ihrer Art einzigartig. Also, wie soll man damit keinen Gewinn machen können? Und aktuell zeigt die Bahn ja auch wie’s geht. Eine Milliarde Gewinn erwirtschaftet, also erhöhen wir mal die Ticketpreise. Macht Sinn.
- Die diversen Großspenden und der Vorwurf an die FDP käuflich zu sein… Ist käufliche Politik ein solches Novum? Hat man wirklich gedacht, dass wir in Deutschland davor gefeit wären? Ich weiß nicht, ob was dran ist, aber wenn, dann sollten die Künstler dieses Landes mal zusammenlegen und sich auch ein paar Verbesserungen der Situation erkaufen.
- Aussteigerprogramm für Terroristen… Dazu fällt mir nicht wirklich was ein. Zahlen wir jetzt religiösen Fanatikern Schutzgeld? Ohne, dass sie uns erpressen? Kann man die nicht wieder heimlich finanzieren? Eigentlich kann man da nur den Kopf schütteln.
- Millionen für marode Banken, die danach fröhlich in der gleichen Weise weiterarbeiten. Andere Firmen lässt man (gemäß der freien Wirtschaft) Konkurs gehen und Bildung ist noch immer nur Ländersache. Gesundheitssystem? – Ja, wo gehst du denn hin?

Das sind nur meine Gedanken zu dem Thema. Und es bleibt die Frage, wohin das noch führt.


Jan 23 2010

Pathos

SRB

Wah, das P-Wort!
Pathos ist ein schwieriges Thema. Manche verdammen ihn komplett, andere können nicht ohne. In manchen Situationen kann er aber zur Stimmung eines Textes sehr viel beitragen. Wenn, ja, wenn er wohldosiert ist.

Ich gebe zu, ich mag Pathos. Aber ich tue mich aus oben genannten Gründen auch schwer damit, ihn zu schreiben. Generell vermeide ich zu viele pathetische Momente. Doch am Ende, vor der entscheidenden Schlacht, da darf auch ein wenig Gas gegeben werden.

Aber nun zum eigentlichen Grund des Artikels. Wie Braveheart die Filmgeschichte prägte.
Wir alle erinnern uns an die Rede von Wallace vor dem versammelten Heer. Die Rede über Freiheit und warum man für sie kämpfen sollte. Diese Rede beeindruckt mich auch heute noch. Wann immer ich den Film sehe, jagt sie mir einen Schauer über den Rücken.
Und dieser Moment hat die filmische Landschaft seither geprägt – zumindest empfinde ich das so. Troja, Alexander, Herr der Ringe, Königreich der Himmel und sicherlich noch andere.
In allen Filmen kommt es zu dem Moment, an dem sich zwei Heere gegenüberstehen und ein tapferer General die Menge auf die Sache einschwört.
Und im Vergleich zu Braveheart versagen sie dabei leider alle kläglich. Die Reden sind zu lang, zu flach, zu geschwollen, zu langweilig - oder eine Mischung aus alldem. Dabei sind die Reden nicht zwingend schlecht, aber sie packen mich einfach nicht. Da in meiner Vorstellung Braveheart die perfekte Ansprache geliefert hat, fallen die anderen dagegen ab.

Es gbt aber eine Ausnahme: der 13. Krieger
Wenn am Ende nur noch eine handvoll Krieger übrig sind, Buliwyf sich halb tot zu ihnen gesellt und sie gemeinsam folgende Sätze aufsagen:
Dort treffe ich dann meinen Vater. Dort treffe ich dann meine Mutter, meine Schwestern und meine Brüder.
Dort treffe ich dann all jene Menschen meiner Ahnenreihe, von Beginn an.
Sie rufen bereits nach mir. Sie bitten mich, meinen Platz zwischen ihnen einzunehmen.
Hinter den Toren von Walhalla. Wo die tapferen Männer für alle Ewigkeit leben.

Da kommt was rüber. Auch nach dem zigsten Mal ansehen, gefällt mir die Szene. Aber es ist auch die Konstellation. Das Aufsagen des Verses während die feindliche Übermacht bereits zum Sturmangriff reitet.
Und ich denke, dieser Unterschied macht es so gut.
Man hat das Rad nicht neu erfunden. Es gibt noch immer die pathetische Rede vor der letzten Schlacht, aber es ist auch keine gefühlte 1:1 Kopie.
Aber das ist natürlich nur meine Meinung.


Jan 20 2010

Ausblick auf 2010

SRB

Jahresrückblicke sind out. Wer will schon immer in der Vergangenheit leben? Ihr wisst alle selbst wie euer Jahr war. Und wer hier im Blog mitlas, der weiß auch wie mein Jahr war.

Also fange ich direkt mal an:
- Bluttrinker erscheint Ende Januar. Ich hab’ da wohl den Termin falsch gedeutet. Aber das macht nix, die Bluttrinker-Aktion (klingt schon fast wie ein Blutspende-Aufruf) läuft einfach ab jetzt bis eine Woche nach erscheinen. Die Regeln bleiben gleich: Buch bestellen, Buch bekommen, mir die Rechnungskopie mailen und ihr erhaltet Tharador als eBook geschenkt. (als exklusives eBook, denn regulär kaufen kann man das gar nicht) 
- Gater (AT) ist fertig und im Lektorat. Worum geht es hier? Nunja, zuerst mal verspreche ich, dass Gater mit Kanduras absolut Nichts zu tun haben wird. Das wird ne völlig neue Kiste. Schließlich ist das auch im weitesten Sinne ein Urban Fantasy Thriller. Ich hatte wahnsinnigen Spaß beim Schreiben. Der Text reißt den Leser mit, und es gibt keine Atempause. Gater ist für diesen Herbst geplant. In den nächsten Wochen wird der finale Titel festgelegt, sowie das Cover. Das wird wieder alles sehr spannend.
- Momentan arbeite ich an einigen Ideen. Das neuste Projekt darunter ist auch wieder in der Urban Fantasy anzusiedeln. Die Grundidee dazu ist auch schon wieder zehn Jahre alt, und ich bin gerade mittendrin, mit Recherche, Szenenaufbau usw.

Das ist der bescheidene Ausblick. 2010 zwei neue Romane, weitere werden folgen.
Mit den Detaileinblicken in den Bluttrinker werde ich natürlich noch warten, bis das Buch eine Weile auf dem Markt ist, die Überraschung will ich nicht verderben. Gerade Kenner der Chroniken werden einige neue Schlüsse ziehen können.
Und die erste Lesung dieses Jahr wird auf der Leipziger Buchmesse sein. Donnerstag, 11 Uhr auf der Fantasy-Leseinsel.

Und ich habe die von mir handsignierte Ausgabe des Tharador-eBooks bekommen. Coole Sache. Wer hat schon ein signiertes eBook?

Und auch privat ändert sich was:
- Ich gehe langsam unter die Kaffeetrinker. Ich hätte nicht gedacht, dass der Tag kommen würde, aber mittlerweile kann ich dem Zeug was abgewinnen. Aber heutzutage macht man das ja nur noch mit Pads oder Kapseln. Wer werden uns wohl für Pads entscheiden. So hoch ist der Konsum dann doch nicht, dass sich andere Geräte lohnen würden.
- Nach sechs Jahren ist es Zeit mir ein neues Paar Sehkraftverstärker auf die Nase zu setzen – also ne neue Brille. Heute wollte ich das schon machen, aber bei diesen massiv werbenden Optiker-Ketten gab es entweder nur hässliches Zeug, oder man wurde nicht bedient. Ärgerlich, hätte die neue Brille gerne schon auf dem neuen Portraitfoto verwendet, das ich anfertigen lasse. Warum? – Das Geheimnis lüftet sich auch zur Buchmesse.