Papyrus Autor pt.1
Ich habe mir gestern endlich die aktuelle Version des Schreibprogramms geleistet. Deshalb hier ein erster Bericht dazu.
Papyrus tut genau die Dinge, die ich bei Word vermisst habe. Und dabei sind es nur Kleinigkeiten. Möglicherweise gingen die bei Word auch irgendwie, aber ich hab es nie rausgefunden.
1. Dokumente werden automatisch an der Stelle geöffnet, an der zuletzt der Cursor stand. Ist für mich unheimlich praktisch.
2. Ich kann aus vier Sets von Anführungszeichen wählen und so direkt die “richtigen” setzen, ohne das mit einer Tastenkombination zu machen. Ich muss auch nicht die Tastenbelegung ändern, sondern kann das für jedes Dokument einzeln einstellen. Allein dieses Feature war mir den Preis schon wert (ja, ich bin so einfach glücklich zu machen. Jetzt noch einen Mac, HD-TV, BluRay… na gu, so einfach ist es wohl doch nicht *g*).
3. Man kann im Dokument per Zielvorgabe einiges einstellen. Gesamtumfang, Tagesziel, Abgabetermin und eine Warnmeldung vor der Abgabe. Super. Und noch besser, diese Infos tauchen dezent am unteren Rand auf. Mit Balkendiagramm. BALKENDIAGRAMM!!!111elf! Das ist für nen alten RPG-Gamer, der gerne Erfahrungspunkt-Leisten beobachtet hat, natürlich perfekt.
4. Stilanalyse, Dudenkorrektor und Lesbarkeitsanalyse sind schon mal spitze, werden aber – mit Ausnahme des Korrektors, der immer an ist – erst bei der Überarbeitung genutzt. Da wird dann auch ein wenig Einarbeitungszeit nötig. Bericht folgt also.
Mit der Textmumifizierung und dem Klemmbrett habe ich noch gar nicht gearbeitet, werde das aber demnächst antesten.
Noch ein paar Worte zu Schreibprogrammen im Allgemeinen. Es gibt da ja Unzählige. Viele bieten die Option, den Text in Szenen zu zerlegen, die man dann am Ende nach Belieben verschieben kann. Für mich ist das allerdings eher ungeeignet. Ich schreibe nicht auf diese Weise. Ich arbeite meist mit zwei Files: dem fertigen Text und einer Ideensammlung. Ziemlich altmodisch eben ![]()
Allerdings bietet Papyrus auch die Möglichkeit Notizzettel, Textschnipsel, Bilder und wasweißichnoch auf dem “Klemmbrett” rechts vom Text abzulegen. Sehr praktisch. Ob ich das Feature nutzen werde, weiß ich noch nicht, aber es gefällt mir. So bleibt mein Dokument als solches für mich erkennbar, und ich kann dennoch Bemerkungen machen, die im eigentlichen Text nichts verloren haben. Ich nehme mal an, dass die dann auch beim Scrollen an der jeweiligen Seite “haften” bleiben, macht ja sonst keinen Sinn, getestet habe ich es jedoch noch nicht.
Abschließend kann ich aber schon jetzt sagen, dass sich die Investition voll gelohnt hat.

