Aug 31 2010

Papyrus Autor pt.1

SRB

Ich habe mir gestern endlich die aktuelle Version des Schreibprogramms geleistet. Deshalb hier ein erster Bericht dazu.
Papyrus tut genau die Dinge, die ich bei Word vermisst habe. Und dabei sind es nur Kleinigkeiten. Möglicherweise gingen die bei Word auch irgendwie, aber ich hab es nie rausgefunden.

1. Dokumente werden automatisch an der Stelle geöffnet, an der zuletzt der Cursor stand. Ist für mich unheimlich praktisch.

2. Ich kann aus vier Sets von Anführungszeichen wählen und so direkt die “richtigen” setzen, ohne das mit einer Tastenkombination zu machen. Ich muss auch nicht die Tastenbelegung ändern, sondern kann das für jedes Dokument einzeln einstellen. Allein dieses Feature war mir den Preis schon wert (ja, ich bin so einfach glücklich zu machen. Jetzt noch einen Mac, HD-TV, BluRay… na gu, so einfach ist es wohl doch nicht *g*).

3. Man kann im Dokument per Zielvorgabe einiges einstellen. Gesamtumfang, Tagesziel, Abgabetermin und eine Warnmeldung vor der Abgabe. Super. Und noch besser, diese Infos tauchen dezent am unteren Rand auf. Mit Balkendiagramm. BALKENDIAGRAMM!!!111elf! Das ist für nen alten RPG-Gamer, der gerne Erfahrungspunkt-Leisten beobachtet hat, natürlich perfekt.

4. Stilanalyse, Dudenkorrektor und Lesbarkeitsanalyse sind schon mal spitze, werden aber – mit Ausnahme des Korrektors, der immer an ist – erst bei der Überarbeitung genutzt. Da wird dann auch ein wenig Einarbeitungszeit nötig. Bericht folgt also.

Mit der Textmumifizierung und dem Klemmbrett habe ich noch gar nicht gearbeitet, werde das aber demnächst antesten.

Noch ein paar Worte zu Schreibprogrammen im Allgemeinen. Es gibt da ja Unzählige. Viele bieten die Option, den Text in Szenen zu zerlegen, die man dann am Ende nach Belieben verschieben kann. Für mich ist das allerdings eher ungeeignet. Ich schreibe nicht auf diese Weise. Ich arbeite meist mit zwei Files: dem fertigen Text und einer Ideensammlung. Ziemlich altmodisch eben ;)
Allerdings bietet Papyrus auch die Möglichkeit Notizzettel, Textschnipsel, Bilder und wasweißichnoch auf dem “Klemmbrett” rechts vom Text abzulegen. Sehr praktisch. Ob ich das Feature nutzen werde, weiß ich noch nicht, aber es gefällt mir. So bleibt mein Dokument als solches für mich erkennbar, und ich kann dennoch Bemerkungen machen, die im eigentlichen Text nichts verloren haben. Ich nehme mal an, dass die dann auch beim Scrollen an der jeweiligen Seite “haften” bleiben, macht ja sonst keinen Sinn, getestet habe ich es jedoch noch nicht.

Abschließend kann ich aber schon jetzt sagen, dass sich die Investition voll gelohnt hat.


Jun 14 2010

Der Feind in meinem Hirn

SRB

Viele Autoren kennen das, und klagen manchmal auch lautstark darüber: Schreibblockade, keine Ideen, keine Lust – einfach jeder getippte Buchstabe ist zuviel.
Möglicherweise fällt meine momentane Erfahung auch in diese Kategorie

Ich werde von einer Romanidee als Geisel gehalten. Und zwar in der Form, dass diese Idee so omnipräsent in meinem Kopf ist, dass ich schwerlich dem aktuell zu schreibenden Roman nachgehen kann. Zum Glück ist da die Deadline noch in sehr weiter Ferne, aber es nervt, denn die Ideen für den aktuellen Roman halten sich auch nicht im Hintergrund, nein, die drängen sich auch auf.

In meinem Kopf ringen gerade drei verschiedene Projekte um die Oberhand, das ist wirklich anstrengend. Vielleicht ist das auch ein Luxusproblem und ich verkenne den darin liegenden Segen. Aber es fühlt sich einfach total verrückt an, wenn das eigene Hirn ständig zwischen drei völlig verschiedenen Konzepten hin und her springt, die dazu auch noch alle in verschiedenen Welten und Epochen spielen!
Und dabei habe ich mir gerade eine ganz fantastische externe Tastatur gegönnt und will eigentlich nur eins: Schreiben! Aber mein Hirn lässt mich nicht. Stattdessen zeichne ich Karten, skizziere Szenen, schreibe diesen Blogeintrag … schaue die Fußball WM (ok, das hat eigentlich nix damit zu tun).

im Moment zwinge ich mich, täglich mindestens 1.000 Worte am nächsten Roman zu schreiben. Das ist lächerlich wenig, aber es hilft wenigstens einen kleinen messbaren Fortschritt zu verzeichnen. Und es beruhigt das Gewissen. Jaja, manchmal it es schon komisch, worüber der Mensch sich so beschwert. Hätte ich keine Ideen wäre es sicher schlimmer. Und darum versuche ich es als Luxusproblem zu betrachten und einfach so viel wie möglich von den Ideen festzuhalten, die gerade durch mich durchfließen.
Ein Diktiergerät wäre vielleicht nicht verkehrt, aber die Dinger sind ja unverschämt teuer, sobald sie auch ein bisschen mehr können.

Und noch ein Hinweis an meine treuen Leser: 2011 wird groß! ;)


Mai 21 2010

Neues Projekt

SRB

Ja, so schnell kann’s gehen. Gater(AT) ist noch nichteinmal erschienen, hat noch keinen offiziellen Titel usw, aber ich habe bereits den nächsten Roman in trockenen Tüchern.
Verraten wird aber noch gaaaaaar nix.
Da Gater(AT) auch voraussichtlich erst im Frühjahr 2011 erscheint, sprechen wir bei dem neuen Roman also frühestens über Herbst 2011. Das gibt mir aber ein sehr komfortables Polster, um das Buch zu schreiben.

Warum dann diesen Blog-Post? Willst’e mal wieder nur rumposen und angeben, fragt ihr euch jetzt? – Nein, aber da es in letzter Zeit hier recht still war, wollte ich mal zeigen, dass ich noch lebe und arbeite.

Parallel dazu habe ich auch noch ein paar neue Konzepte, die ich verfolge. Auch schwirrt mir ganz aktuell eine Idee im Kopf herum, die man evtl. auch zur Trilogie ausbauen könnte. Und sie würde gleich zwei ganz große Leidenschaften von mir verbinden: Fantasy und *zensiert im Namen des Ideenschutzes*.
Manchmal ist es echt ärgerlich, dass man so wenig über unveröffentlichte Ideen sprechen kann/sollte. Aber je weniger ich darüber rede, desto mehr arbeite ich daran ;)

Diesen Samstag werde ich im Dark Flower in Leipzig sein, da dort gleich fünf Kollegen lesen, von denen ich erst drei kenne. Diesen Zustand werde ich mal ändern (klingt schon fast wie ‘ne Drohung *g*). Und fünf Lesungen werden sicherlich unterhaltsam. 17 Uhr, solltet ihr euch merken.


Feb 25 2010

Bluttrinker pt.2

SRB

So, zweiter Blick hinter die Kulissen. Aber welche?
Okay, haken wir vorher schnell die Werbung in eigener Sache ab: Wer es noch nicht weiß, dem sei gesagt, dass ich eine Romanflatrate für 10 Jahre verlose. Alle Fragen werden hier geklärt.

Gut, damit wäre der Punkt schonmal erledigt.

Damit zum Thema: Am 18.03. lese ich um 11 Uhr morgens im Rahmen der Buchmesse Leipzig auf der Leseinsel. Im Anschluss daran wird man mich beim Stand von Werkzeugs noch eine Weile antreffen können.
Jetzt bin ich gerade dabei die perfekte Stelle für die Lesung zu suchen. Das ist gar nicht so leicht. Der Textauszug sollte nach Möglichkeit das Spektrum des Romans zeigen. Zusätzlich empfinde ich es noch als vorteilhaft, wenn man nicht zu viele Personen in einer Lesung benennt, das kann sich eh kein Mensch merken. Ich habe schon ein paar Kandidaten ausgewählt, die in Frage kommen. Mal sehen, welcher es am Ende wird. Zu viel will man ja auch nicht verraten. Schwierige Gratwanderung, sag ich euch.

Soviel mal für Heute. Ich weiß, ist nicht viel, aber manchmal müssen auch ganz trockene Ankündigungen sein. Man könnte zwar meinen, dass ich viel Zeit habe, jetzt wo Bluttrinker anläuft, aber dem ist ganz und gar nicht so. Wie oben bereits erwähnt ist bald Buchmesse. Das ist einer der beiden Termine, zu denen sich Autoren mal wieder aus ihren Schreibhöhlen wagen. Man bringt sich in Form, polstert das eigene Portfolio auf und entwickelt noch jede Menge “Last-Minute-Ideen”, die dann die armen Agentinnen alle noch sichten sollen. Zumindest bei letzterem war ich dieses Jahr brav, denn meine Ideenplanung läuft schon seit Monaten in enger Absprache mit eben diesen wundervollen Agentinnen. Aber das ist auch der Grund, weshalb ich eher wenig Zeit habe. Mich treiben zur Zeit nämlich gleich mehrere Ideen um und zwei haben mich so sehr gepackt, dass ich da auch direkt mit der Arbeit begonnen habe.
Es stimmt schon, als Autor ist man getrieben. Ich schreibe zwar, um damit Geld zu verdienen (ja, sorry an die Ideallisten, so läuft es leider) – aber vor allem in den letzten Tagen bemerke ich doch, dass ich ohne mein tägliches Pensum einfach unausgeglichen bin.

Wer übrigens noch ein Exemplar der Erstausgabe von “Tharador” ergattern will, der sollte sich beeilen, wie ich aus gut unterrichteten Kreisen gehört habe. Bei Gelegenheit werde ich sicher wiedermal eines verlosen, aber das kann noch dauern, da ich vor Ablauf der Flatrate-Verlosung kein neues Gewinnspiel starte. Sonst verliere ich noch den Überblick.


Feb 16 2010

Bluttrinker pt.1

SRB

So, das Buch ist jetzt seit grandiosen zwei Wochen erhältlich, die ersten Leser schicken mir ihr Feedback – vielen dank dafür und auch für die netten Worte.
Zeit, ein wenig hinter die Kulissen zu blicken, findet ihr nicht?

Die Arbeit an Bluttrinker war eine ganz besondere Herausforderung. Prequel zu schreiben ist immer eine Gratwanderung. In den CdP hatte ich ja schon einiges von der Zeit Throndimars erzählt. Vorallem, wie Throndimars Kampf endet. Nun stellte sich eigentlich nur die Frage, ob ich in Bluttrinker diese Geschichte nacherzählen würde, oder ob ich eine Art alternative Vorgeschichte erzähle. Letzteres kam ganz klar nicht in Frage. Aber da stellte sich schon die nächste Frage: Wie mache ich das Buch für Kenner der Chroniken dennoch spannend?

Der große zeitliche Abstand der beiden Geschichten kam mir da gelegen. Aus Tharador kannte man das Ende von Throndimars Reise, aber wusste nicht wie sie begonnen hatte. Man wusste nichts über seinen Weg, sein Handeln. Und ich nutzte die Tatsache, dass in 300 Jahren einiges an verklärter Heldenverehrung vonstatten ging. Throndimar ist also möglicherweise ganz anders, als man ihn erwartet hätte.
Aber das allein reichte mir noch nicht. Ich wollte auch noch etwas völlig Neues erzählen. Die Geschichte um die Fürsten, die um die Krone streiten passte perfekt in die Zeit. Die Länder nördlich der Todfelsen sind im Umbruch, stecken mitten in einer Entwicklung, deren Ende noch nicht abzusehen ist.
Ich merke, wie ich schon wieder kurz davor bin viel zu viel zu verraten. Aber ein paar kleine Schmanker’l hab ich noch.
Hier ist eine Liste mit bekannten Namen/Charakteren aus den Chroniken, die in Bluttrinker auftauchen:
Amosh, Balburan, Baldrokk, Barsjk, Faeron, Gordan, Gulmar, Karandras, Malvner, Rhelon, Throndimar und Xandor.

Ich glaube/hoffe, ich habe keinen vergessen. Und vielleicht sticht dem ein oder anderen Leser ein bestimmter Name ins Auge. Nun, ich werde es noch nicht verraten, aber die Hinweise zu ihm stecken in den Büchern. Wie heißt es bei Prestige: “Sehen Sie auch genau hin?”
Ich könnte natürlich auch alles verraten, aber es macht doch viel mehr Spaß solche Geheimnisse selbst zu entknobeln, nicht wahr?