Stephan R. Bellems Abendblatt

ü30 und immer noch Pickel pt.6 – Update Mai

Es ist soweit. Das erste der versprochenen Updates zu meiner Livebiografie ist online.

Für Neueinsteiger: Es geht um dieses Buch. Deutschlands erste (? ich glaub) Livebiografie.

Da das mit dem Emailversand von Amazon natürlich nicht klappt, müsst ihr euch die neue Version selbst anfordern. Tut mir wirklich leid, aber das ist eben das Problem, wenn man irgendwo der Erste ist. Man muss auch alle Probleme für die Nachwelt als Erster durchleben.

So kommt ihr zur neuen Version:

Ihr kopiert euch die ASIN von ü30 raus: B007X4SPBC
Dann geht ihr unter “mein Konto” weiter bei den Einstellungen zu “mein Kindle”. Dort dann auf “Kindle-Hilfe”
Da haltet ihr euch gar nicht lange mit den ganzen Optionen auf, sondern geht direkt auf den gelben Knopf “Kontaktieren Sie uns”.
Jetzt wählt ihr in dem Menü (nach Eingabe eures Passworts – dabei kann ich aber wirklich nicht helfen, das müsst ihr schon selbst wissen *g*) solange die Punkte aus, bis die Schaltfläche unter Punkt 3: “Wie möchten Sie uns kontaktieren” euch eine Email schicken lässt.
Da gebt ihr dann folgenden Text ein – oder ändert ihn ein wenig nach eurem Belieben “Es gibt eine neue Version des Buchs: “ü30 und immer noch Pickel”, ASIN: B007X4SPBC
Ich bitte um Zusendung.
Vielen Dank.”
Wenn ihr dann von Amazon die Bestätigung erhalten habt, dass die neue Version für euren Kindle bereitsteht (in dieser ominösen Cloud), dann müsst ihr die alte Version auf eurem Gerät löschen (ACHTUNG: dabei gehen alle Kommentare und Markierungen verloren!) und die neue Version auf den Kindle runterladen.

Das sollte funktionieren. Ich habe es auch immer so gemacht. Es sieht auf den ersten Blick komplizierter aus, als es ist. In der nächsten Version des Buchs werde ich diese Anleitung integrieren, die war in der Erstfassung ein wenig kryptisch.

Hier noch eine Bitte an alle Leser: Teilt diesen Beitrag, damit auch die Käufer, die nicht regelmäßig in meinen Blog schauen, von dem Update erfahren – oder dass die Chance darauf größer ist ;)

 

Passiert denn sonst nichts mehr?

 

In den letzten Tagen habe ich ja ausschließlich über ü30 geredet. Und wer das Buch schon gelesen hat, fragt sich vielleicht, ob und wie es hier und mit mir weitergeht.

In den nächsten Wochen schreibe ich einen Heftroman für eine bekannte Serie. Das ist etwas, das ich schon seit langer Zeit einmal ausprobieren wollte. Nach fertigem Exposé schreiben und mit fertigen Charakteren arbeiten. Ich hatte schon bei der Saramee-Anthologie großen Spaß, die damals “nur” das Setting vorgab. Momentan bin ich auf Hochtouren dabei, mich in das Hintergrundmaterial einzulesen. Sehr spannend.

ü30 (ja, ich rede doch wieder drüber) hat das Interesse eines Hörbuchverlags geweckt. Jetzt muss man mal schauen, ob daraus was wird. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden. Erstes Update ist auch unterwegs, wie bereits mehrmals angekündigt. Das zweite beginne ich schon bald. Also, ich halte mein Wort.

Und ich schreibe noch einen Roman. Genauer: einen Kanduras-Roman.
Die Steamfantasy, an der ich bisher gearbeitet habe, wird auch zugunsten dieses Romans nach hinten gestellt. Warum? Weil Steampunk schon eher schlecht läuft. Und skurrile Steamfantasy vermutlich noch schlechter. Und ich bin momentan in einer Situation, in der ich mir solche Liebhabereien – ich würde wahnsinnig gern über Goblin-Ninjas schreiben – nicht leisten kann. Und für meine langjährigen Leser, die sich schon lange eine Fortsetzung in Kanduras wünschen, will ich das endlich tun. Und auch für mich.

Aber die Suche nach dem “ganz großen Wurf” ist natürlich nicht komplett aufgegeben. Eine Idee liegt noch bei zwei Verlagen auf dem Tisch *hoff*, für eine andere arbeite ich gerade an einer Leseprobe.

Ich bleibe in Bewegung. Suche aber auch ganz brav auf dem “regulären” Jobmarkt nach einer neuen Betätigung.

 

ü30 und immer noch Pickel pt.5 – Meinungen

 

Im letzten Teil ging es darum, was man (ich) pro verkauftem Exemplar verdiene.

Heute geht es um die ersten Meinungen zu ü30.

Claudia Toman schreibt in ihrem Blog:

Aber die Art, wie er den Leser daran teilhaben lässt, wie er mit verklärten Autorenmythen aufräumt und ungeschönt die Katastrophen seines Lebens offenlegt, diese Ehrlichkeit macht süchtig. Vielleicht ist es eine Spur Voyeurismus und ein guter Teil Identifikation. Mit Sicherheit aber ist es der grandiose Humor dahinter, die Selbstironie, die ihm nie ausgeht, egal wie grausam das Leben mit ihm umspringt.

Tom Orgel findet folgende Worte:

Wer wissen will, wie es sein kann, als mehrfach veröffentlichter (und nebenbei bemerkt ziemlich guter) Phantastik-Autor in Deutschland zu leben, wie es ist eine Pechsträhne zu erwischen, inklusive Harz IV und den ganzen Hässlichkeiten in diesem Fahrwasser, wer sehen will, ob und wie er dort wieder rauskommt – und wer dabei auch noch gut unterhalten sein will, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen.

Sascha Vennemann schreibt dies hier:

Nackt, auf dem Klo sitzend, Seelenstriptease, dass es fast wehtut und dass man sich unwillkürlich fragt: „Muss das sein?“ Nein, muss es nicht. Aber es ist in Ordnung, und ich werde es lesen, auch wenn es mir Angst macht und mich im gleichen Augenblick besser fühlen lässt. Das ist gemein, aber da ist jemand, der ist so ähnlich wie ich, aber auch irgendwie nicht, und dem geht es offenbar richtig mies. Und zwar so richtig, wenn ich das von meinem persönlichen Standpunkt aus beurteile.

Und Mira Sun wurde für ihren Kommentar von mir wirklich nicht bezahlt. Ehrlich. Und ich bin auch rot geworden ;)

Bellem war mein erstes Ebook (Es tat auch nicht weh) und ich fand den Schreibstil und die Story seines Roman “Die Wächter Edens” einfach nur genial! Ich habe es verschlungen und obwohl das Rezensionsebook kostenlos bekommen habe, musste ich mir das Buch unbedingt phyisch kaufen um es im Regal zu haben! Seit dem verfolge ich Bellem auf Twitter und Facebook. (Ja, ich bin ein echter Stalker) und jetzt fragen sich bestimmt viele… okay… nett das du das erzählst, aber WARUM ZUR HÖLLE LIEST DU DIESES BUCH?
Ja, genau deswegen! Wegen Stephan Bellem! Selten haut mich jemand so von den Socken.

So, da wären die ersten Meinungen zu meiner LiveBiografie. Das erste Update kommt wohl Mitte Mai. Das sind die Nachteile bei Kleinverlagen. Da verschieben sich Dinge immer mal wieder, weil sowohl Verleger als auch Autor ihr Geld mit anderen Dingen verdienen müssen. Bei Großverlagen müssen das wenigstens nur noch die Autoren ;)

Oh, und drückt mir heute bitte mal ganz fest die Daumen, denn ich könnte tatsächlich einen Ausstieg aus dem Klärbecken finden ;)

Oh, und weil ich schon häufiger gefragt wurde, kurz der Hinweis: Ja, ü30 erscheint momentan exklusiv auf Amazon. Und nein, man braucht keinen Kindle, um es zu lesen. Es reicht auch ein PC, ein Tablet, ein Smartphone – Amazon stellt für so ziemlich alle Geräte eine kostenlose Kindle-App zur Verfügung. Die könnt ihr auf der Produktseite von ü30 rechts am Rand finden.

 

ü30 und immer noch Pickel pt.4

 

Im letzten Teil habe ich kurz angerissen, was mich zu ü30 bewegt hat, wie ich mit Kritik daran umgehe.

Heute möchte ich ein wenig auf einen Punkt eingehen, der mir im Zuge der Urheberrechtsdebatte auch wichtig ist: Ich will transparent machen, wie viel Geld ein durchschnittlich bekannter Autor mit einem durchschnittlichen Buch verdienen kann, sofern keine große Marketingmaschine hinter ihm steht.

Und jeder, der sich überlegt, Autor zu werden, der sollte sich das wirklich genau überlegen. Macht es nicht so wie ich ;) – Macht was Anständiges. Schreibt als Hobby.

So, ran an den Feind. Ich verdiene pro Ausgabe, die bei Amazon gekauft wird, sowas um die 1,30€ rum.
Nach Ankündigung von ü30 gab es in den ersten zwei Tagen 21 Downloads. Ziemlich gleichmäßig verteilt. Gestern waren es dann noch zwei. Also stehe ich jetzt bei 23 * 1,30.
Und der Oberwitz: 1,30 sind immer noch mehr, als ich für eines meiner gedruckten Bücher bekäme – also, da bekomme ich ja eh nix mehr, weil die Tantiemen den Vorschuss nicht überschreiten. Aber das ist ja Teil des … Dilemmas, das mich in die momentane Situation gebracht hat.

Ich werde hin und wieder – vermutlich mit jedem Update – hier posten, wie sich die Verkaufszahlen entwickeln. Ich wollte euch schon lange vorrechnen, was man so verdient. Sicherlich bin ich ein Einzelfall, aber dennoch nicht sooo außergewöhnlich weit weg vom Durchschnitt.

Ein zweiter Punkt: Illegale Downloads.
Hier muss ich sagen, bin ich recht entspannt. Durch das Konzept von ü30 bekommen nur Käufer die Updates. Jemand, der das Buch unrechtmäßig auf einer Tauschbörse findet, der muss dann jeden Monat hoffen, dass auch das Update eingestellt wird. In dem Fall hoffe ich dann, dass irgendwann der Gedanke zieht: “Eigentlich gefällt mir das gut, ich könnte auch die 3,99 dafür ausgeben.”

Das bringt mich auf die Idee, dass ich den ersten Teil als epub sogar eigentlich komplett kostenlos verschenken könnte … muss ich mal überlegen.