Am Donnerstag hat Apple seine neue Wunderwaffe vorgestellt. iBooks2 und iBooks Author. Ich habe ja bereits kurz darüber geschrieben.
Das Tool ist ohne jede Frage sehr mächtig. Nicht bloß für Schulbücher. Mir kommen da direkt ein paar wilde Ideen, die ich bei der Steamfantasy vermutlich auch umsetzen werde. Oder es zumindest versuche 
Wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, dann wird die Steamfantasy also in zwei eBook-Varianten erscheinen. Eine “nackte” als Version für den Kindle und eine “gepimpte” für iBooks.
“Halt, Stephan!”, höre ich manche jetzt rufen, “Das geht gar nicht. Hast du denn nicht die Eula gelesen?”
Doch hab ich. Und ich kann das ganze Bohei darum nicht verstehen.
Also, in der Eula steht, dass ich ein mit iBooks Author erstelltes Buch entweder verschenken muss, oder einzig über den Apple-Store vertreiben darf.
Sonst steht da nix.
Da steht nix vom Inhalt. (kann man auch hier nochmal nachlesen)
Ich kann also meinen Inhalt in einem anderen Programm, wie Calibre, setzen und als normales eBook rausbringen.
Ja, ich könnte aber mit iBooks Author auch ein pdf erzeugen. Und das darf ich dann nicht verkaufen.
Also, erstmal eins, Leute: Ein pdf ist kein eBook. Ein pdf ist eine Art Vorläufer. Ein “portable document format”. Ziel war es, ein Dateiformat zu schaffen, das ein Dokument auf jedem Rechner und Betriebssystem 1:1 wiedergibt. Mehr nicht. Pdfs sind für eBook-Reader aber absolut ungeeignet, weil man in ihnen auch nicht mehr an der Schriftgröße usw. herumpfuschen kann.
Außerdem erschließt sich mir nicht der Sinn dahinter, mit einem Programm wie iBooks Author ein lausiges pdf zu kreieren. Der Witz sind ja gerade diese Textbooks im *.iBooks-Format. Und die kann sowieso nur das iPad verarbeiten. Mache ich aus einem multimedialen Buch ein pdf bleiben ja doch bloß Text und Bilder übrig. Und Bilder kommen in s/w auf den eReadern auch ganz fantastisch zur Geltung …
Das Layout müsste man so oder so zweimal machen. Wenn ich Videoclips in das Buch einbinde, die ich dann beim eBook oder pdf nicht mehr habe, ändert sich die Seite ohnehin wieder grundlegend.
In erster Linie dient die Eula dem Schutz von Apples Marktvorsprung. Das kann man jetzt gut finden oder schlecht, aber es wird euch als Produzent nicht davon abhalten, ein Dokument in ein eBook umzuwandeln. Man will den Kuchen der multimedialen Textbooks noch nicht so rasch teilen.
Wir sollten – bei aller angebrachten kritischen Haltung, die sollte man niemals aufgeben – in erster Linie die Möglichkeiten sehen und nutzen.
Also, Ruhe bewahren.