Stephan R. Bellems Abendblatt

Dies und Das pt.4 – GottschalkLive

 

So, zwei Ausgaben der neuen Sendung habe ich mir angeschaut … weiß nicht.
Zuerst und das vorweg: Ich mag Thomas Gottschalk eigentlich. Also, als Moderator, als Mensch kenne ich ihn ja nicht. Aber neben aller Zerfahrenheit, die er manchmal ausstrahlt, und den Zudringlichkeiten, seinen weiblichen Gästen gegenüber, seh’ ich ihn gern. Weiterlesen

Welt aus Staub pt.5 – das Versprechen

 

So, das Buch ist seit einer Woche im Handel, müsste allmählich auch in den Buchhandlungen angekommen sein, es wird Zeit, dass ich die Wahrscheinlichkeiten etwas zu meinen Ungunsten verändere.

Wie? Sabotierst du dich jetzt selbst?
Nun, in gewisser Weise, ja.

Es begab sich noch vor Sylvester. In gemütlicher Runde mit den Kumpels, man unterhält sich auf einem gepflegten Niveau, befeuchtet hin und wieder die Kehle, um dem erhöhten Sprechaufkommen gerecht zu werden …
Und dort tat der junge Autor folgendes Versprechen kund: “Das letzte Jahr war so mies, wenn es dieses Jahr besser läuft, lass ich mich tätowieren.”
“Wie definierst du dieses ‘besser’?”
Die Frage war berechtigt. Rasch hatten wir uns darauf geeinigt, dass ich – im Falle einer Bestsellerplatzierung meines Romans – mir den Titel stechen lassen würde. Zu dem Zeitpunkt erschien mir das als völlig sinnvoll. Außerdem waren die gefährlichen Titel, wie “Portal des Vergessens” oder “Wächter Edens”, für die man jeweils eine recht unangebrachte Stelle auf dem Körper hätte finden können, aus dem Rennen.

Ach so, ich vergaß zu erwähnen, dass ich nur ein Vetorecht bei der Platzwahl habe. Also, ich werde nicht mit “Welt aus Staub” quer über die Stirn enden. Aber bis ein passender Ort gefunden wäre, könnte man viel Spott und Häme über mich ergießen. Selbstredend, dass die Einlösung des Versprechens gefilmt werden müsste.

Nun, in Zeiten gläserner Politiker, darf man ein solches Versprechen nicht verheimlichen. Am Ende scheitert es an einem verkauften Exemplar für die Bestsellerliste des Spiegels und dann hätte ich mich da irgendwie rausgewulfft. Das will ich nicht. Zumal meine Ambitionen auf das höchste Amt im Staat erst richtig aufleben. Undenkbar, wenn ich später bei der BILD anrufen müsste, um die Berichterstattung um das verschwindelte Tattoo zu verhindern.

Nun habt ihr es in der Hand. ;)

 

Quo vadis eBook pt.7 – iBooks Author

 

Am Donnerstag hat Apple seine neue Wunderwaffe vorgestellt. iBooks2 und iBooks Author. Ich habe ja bereits kurz darüber geschrieben.

Das Tool ist ohne jede Frage sehr mächtig. Nicht bloß für Schulbücher. Mir kommen da direkt ein paar wilde Ideen, die ich bei der Steamfantasy vermutlich auch umsetzen werde. Oder es zumindest versuche ;)
Wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, dann wird die Steamfantasy also in zwei eBook-Varianten erscheinen. Eine “nackte” als Version für den Kindle und eine “gepimpte” für iBooks.

“Halt, Stephan!”, höre ich manche jetzt rufen, “Das geht gar nicht. Hast du denn nicht die Eula gelesen?”
Doch hab ich. Und ich kann das ganze Bohei darum nicht verstehen.

Also, in der Eula steht, dass ich ein mit iBooks Author erstelltes Buch entweder verschenken muss, oder einzig über den Apple-Store vertreiben darf.
Sonst steht da nix.
Da steht nix vom Inhalt. (kann man auch hier nochmal nachlesen)

Ich kann also meinen Inhalt in einem anderen Programm, wie Calibre, setzen und als normales eBook rausbringen.
Ja, ich könnte aber mit iBooks Author auch ein pdf erzeugen. Und das darf ich dann nicht verkaufen.

Also, erstmal eins, Leute: Ein pdf ist kein eBook. Ein pdf ist eine Art Vorläufer. Ein “portable document format”. Ziel war es, ein Dateiformat zu schaffen, das ein Dokument auf jedem Rechner und Betriebssystem 1:1 wiedergibt. Mehr nicht. Pdfs sind für eBook-Reader aber absolut ungeeignet, weil man in ihnen auch nicht mehr an der Schriftgröße usw. herumpfuschen kann.

Außerdem erschließt sich mir nicht der Sinn dahinter, mit einem Programm wie iBooks Author ein lausiges pdf zu kreieren. Der Witz sind ja gerade diese Textbooks im *.iBooks-Format. Und die kann sowieso nur das iPad verarbeiten. Mache ich aus einem multimedialen Buch ein pdf bleiben ja doch bloß Text und Bilder übrig. Und Bilder kommen in s/w auf den eReadern auch ganz fantastisch zur Geltung …
Das Layout müsste man so oder so zweimal machen. Wenn ich Videoclips in das Buch einbinde, die ich dann beim eBook oder pdf nicht mehr habe, ändert sich die Seite ohnehin wieder grundlegend.

In erster Linie dient die Eula dem Schutz von Apples Marktvorsprung. Das kann man jetzt gut finden oder schlecht, aber es wird euch als Produzent nicht davon abhalten, ein Dokument in ein eBook umzuwandeln. Man will den Kuchen der multimedialen Textbooks noch nicht so rasch teilen.
Wir sollten – bei aller angebrachten kritischen Haltung, die sollte man niemals aufgeben – in erster Linie die Möglichkeiten sehen und nutzen.
Also, Ruhe bewahren. ;)