Jul 1 2010

Hello, Mr. President

SRB

Erstmal herzlichen Glückwunsch an Christian Wulff zum gewonnenen dritten Wahlgang. Aller guten Dinge… usw., ich will mir die Platitüden eigentlich sparen.

Aber ein paar Dinge sind mir dann doch aufgefallen. Und vorweg, ich bin kein Politologe, ich bewege mich irgendwo im Dunstkreis zwischen Stammtisch, politisch aufgeklärtem und interessiertem Bürger, und Michel Friedmann nannte Anfang Juni die Künstler und Kreativen sogar ein Machtzentrum.
Also dann, direkt aus dem Tower of Power.

Zur Linken.
Dort gab man das ewige und immer selbe Blabla von sich, das im Endeffekt doch nur zeigt, dass sie beleidigt sind, dass sie niemand hinten rumhebt. Was erwarten die eigentlich? Dass man den zur Gesinnung passenden Teppich ausrollt?
Schauen wir uns das Ergebnis der Wahlgänge doch mal an, bzw. das interessanteste davon. Im ersten Wahlgang gab es 600 für Wulff, 499 für Gauck und 126 für Jochimsen – die am Ende der Bundesversammlung nichtmal die Hymne mitsang.
Ich bin gewiss kein blinder Patriot, auch kein großer Fan der schweren, getragenen Hymne. Aber es gibt Situationen, in denen sogar ICH eine gesangliche Enthaltung als unpassend empfinde.

Aber was fällt dem geneigten Leser auf? – Richtig. Wenn es der Linken wirklich darum ginge, der Regierung einen Denkzettel zu verpassen und deren politisches Wirken zu erschweren*, dann wäre hier die Chance gewesen.
Kleines 1 mal 1 in Guerilla-Taktik. Man stellt einen eigenen Kandidaten auf und lässt die Großen im Glauben, dass man wieder sein eigenes, schales Süppchen kocht. Dass im ersten Wahlgang die meisten Abweichler aus der schwarz-gelben Fraktion auftauchen würden, war doch absehbar oder zumindest zu hoffen.
Clever wäre also gewesen, im ersten Wahlgang geschlossen Gauck zu wählen. Man hätte eine absolute Mehrheit erzielen können. Dass die Linke Geschlossenheit besitzt wurde ja mit den Enthaltungen bewiesen.

Aber gut, vorbei ist vorbei, wir spielen nicht “hätte, wäre, wenn und aber”, doch intelligente Opposition sieht in meinen Augen eben anders aus.
Die Linke präsentiert sich doch immer mehr als bloßer Spielverderber. Wie der Proll, der anderen die Sandburg zertritt, aber selbst nichtmal ein Eimerchen hat.

*)Jetzt haben wir einen Parteisoldaten (sehr blöder Begriff) als Präsidenten. Der hat bestimmt kein Problem damit, überdimensionierte Rettungsschirme binnen von Sekunden abzunicken oder dergleichen. Alles für Mutti Merkel, eben.


Jun 14 2010

Der Feind in meinem Hirn

SRB

Viele Autoren kennen das, und klagen manchmal auch lautstark darüber: Schreibblockade, keine Ideen, keine Lust – einfach jeder getippte Buchstabe ist zuviel.
Möglicherweise fällt meine momentane Erfahung auch in diese Kategorie

Ich werde von einer Romanidee als Geisel gehalten. Und zwar in der Form, dass diese Idee so omnipräsent in meinem Kopf ist, dass ich schwerlich dem aktuell zu schreibenden Roman nachgehen kann. Zum Glück ist da die Deadline noch in sehr weiter Ferne, aber es nervt, denn die Ideen für den aktuellen Roman halten sich auch nicht im Hintergrund, nein, die drängen sich auch auf.

In meinem Kopf ringen gerade drei verschiedene Projekte um die Oberhand, das ist wirklich anstrengend. Vielleicht ist das auch ein Luxusproblem und ich verkenne den darin liegenden Segen. Aber es fühlt sich einfach total verrückt an, wenn das eigene Hirn ständig zwischen drei völlig verschiedenen Konzepten hin und her springt, die dazu auch noch alle in verschiedenen Welten und Epochen spielen!
Und dabei habe ich mir gerade eine ganz fantastische externe Tastatur gegönnt und will eigentlich nur eins: Schreiben! Aber mein Hirn lässt mich nicht. Stattdessen zeichne ich Karten, skizziere Szenen, schreibe diesen Blogeintrag … schaue die Fußball WM (ok, das hat eigentlich nix damit zu tun).

im Moment zwinge ich mich, täglich mindestens 1.000 Worte am nächsten Roman zu schreiben. Das ist lächerlich wenig, aber es hilft wenigstens einen kleinen messbaren Fortschritt zu verzeichnen. Und es beruhigt das Gewissen. Jaja, manchmal it es shcon komisch, worüber der Mensch sich so beschwert. Hätte ich keine Ideen wäre es sicher schlimmer. Und darum versuche ich es als Luxusproblem zu betrachten und einfach so viel wie möglich von den Ideen festzuhalten, die gerade durch mich durchfließen.
Ein Diktiergerät wäre vielleicht nicht verkehrt, aber die Dinger sind ja unverschämt teuer, sobald sie auch ein bisschen mehr können.

Und noch ein Hinweis an meine treuen Leser: 2011 wird groß! ;)


Mai 29 2010

Hands on iPad … und andere Technik

SRB

Jap, war heute im Saturn und wunderte mich, warum da so übertrieben viele Leute an dem Tisch stehen, wo die Apple-Produkte beworben werden. Kurz die erschlaffenden grauen Zellen bemüht: Ah, iPad ist da!
Mit den gemurmelten Worten: “Aus dem Weg, ich bin Autor!” zwängte ich mich neben ein turtelndes Pärchen und schnappte mir eins der Wundertabletts, als die junge Frau es aus der Hand legte – tztztz.

Eine halbe Stunde und unzählige Hilfsangebote später muss ich sagen … meh.

Liebe Apple-Freunde/Jünger/Abhängige, ihr müsst jetzt all eure Toleranz für mich aufbringen:
Ich finde das iPad ziemlich unspektakulär.
Das Design ist top, das Gewicht ist schon merklich bis zu hoch.

Man sollte die Darstellung in den Werbefilmen allein schon deswegen als Gebrauchsanweisung verstehen. Mit dem iPad auf den Beinen auf dem Sofa rumlümmeln – so stellt Apple sich das vor. Nur, ein Sofa hab ich nicht immer unterm Arm. Der Lagesensor hat natürlich das selbe Problem, das alle Lagesensoren haben: Ist der Winkel zur Horizontalen zu flach, kriegt er von Rotationen des iPads nichts mit und das Bild bleibt starr, sprich, ist dann eben um 90° für mich verdreht – doof.

Das iPad reagiert doch auch träger als erwartet auf Eingaben. Sicherlich schneller als iPod-Touch oder iPhone, aber die kenne ich ja nicht. Mir ist es jedenfalls zu langsam. Da verzichte ich lieber auf den grafischen Effekt des “Aufblasens” der App und habe schneller mein Bild. Wobei es immernoch sehr schnell ist, keine Frage. Aber da das iPad eigentlich nichts kann, außer punktuelle Anwendungen zu fahren, ist es einfach nicht schnell genug für meine Ansprüche.

Außerdem sind manche Sachen für große Finger doch recht heikel. Im Kalender habe ich nicht immer den gewünschten Tag getroffen. Vielleicht lag das auch am “Oh my god! Its THE iPad!” – Zittern meinerseits, oder einfach daran, dass die Zahlen so verflucht winzig waren.

Und zum Schluss: Ohne Apps – die ja das Konzept dahinter sind, schon klar – ist es eigentlich witzlos. Wie es mit Apps aussieht, kann ich natürlich nicht beurteilen. Da ich mir die erste Generation aber unter Garantie nicht kaufe, wird es mit der Bewertung der Apps auch noch eine ganze Weile dauern.
Vielleicht sollte man im Saturn dem iPad ein paar Apps spendieren, dass die potentiellen Käufer auch einen besseren Überblick bekommen.

So, das war der unwichtige Teil, der mir tausende Google-Hits beschert *fg*, nun zum Rest.

Auf meinem Acer-Notebook, das immer mal wieder den Hitzetod stirbt, habe ich nun 3 komplette Romane geschrieben, einen vierten beendet und zwei weitere begonnen. Wenn man das umrechnet, dann habe ich die Tastatur doch ordentlich beansprucht. Vielleicht sogar schon vergleichbar mit Al Bundys altem Dodge.
Es wird also wirklich Zeit für Ersatz. Da ich auch noch ein paar Romane schreiben werde, lege ich natürlich besonderen Wert auf eine gute Tastatur. Jetzt geht das große Suchen los, nach einem günstigen Notebook, das mich auch bei Spielen nicht mit einer Diashow zurücklässt. Erste Blicke schielen auf das Sony Vaio E, sind aber noch nicht voll überzeugt.
haben die vielleicht ein Sponsoring-Programm? Könnte da im nächsten Roman sogar was machen ;-)


Mai 21 2010

Neues Projekt

SRB

Ja, so schnell kann’s gehen. Gater(AT) ist noch nichteinmal erschienen, hat noch keinen offiziellen Titel usw, aber ich habe bereits den nächsten Roman in trockenen Tüchern.
Verraten wird aber noch gaaaaaar nix.
Da Gater(AT) auch voraussichtlich erst im Frühjahr 2011 erscheint, sprechen wir bei dem neuen Roman also frühestens über Herbst 2011. Das gibt mir aber ein sehr komfortables Polster, um das Buch zu schreiben.

Warum dann diesen Blog-Post? Willst’e mal wieder nur rumposen und angeben, fragt ihr euch jetzt? – Nein, aber da es in letzter Zeit hier recht still war, wollte ich mal zeigen, dass ich noch lebe und arbeite.

Parallel dazu habe ich auch noch ein paar neue Konzepte, die ich verfolge. Auch schwirrt mir ganz aktuell eine Idee im Kopf herum, die man evtl. auch zur Trilogie ausbauen könnte. Und sie würde gleich zwei ganz große Leidenschaften von mir verbinden: Fantasy und *zensiert im Namen des Ideenschutzes*.
Manchmal ist es echt ärgerlich, dass man so wenig über unveröffentlichte Ideen sprechen kann/sollte. Aber je weniger ich darüber rede, desto mehr arbeite ich daran ;)

Diesen Samstag werde ich im Dark Flower in Leipzig sein, da dort gleich fünf Kollegen lesen, von denen ich erst drei kenne. Diesen Zustand werde ich mal ändern (klingt schon fast wie ‘ne Drohung *g*). Und fünf Lesungen werden sicherlich unterhaltsam. 17 Uhr, solltet ihr euch merken.


Mai 3 2010

Romanflatrate – Interview – und Zeug

SRB

So, das Gewinnspiel um die Romanflatrate ist beendet, der/die GewinnerIn wurde benachrichtigt. Bitte also keine Einsendungen mehr.

Dann habe ich letzte Woche ein Interview mit Christel Scheja von Fantasyguide geführt, das man hier nachlesen kann.

Ansonsten gibt es noch nicht viel zu erzählen, zumindest nicht öffentlich ;)
Aber es brodelt gewaltig, keine Sorge. Da Gater (Arbeitstitel) nun erst im Frühjahr 2011 erscheint, werde ich natürlich noch nicht großartig darüber reden. Außer soviel: Es ist Urban Fantasy. Aber ganz ohne jegliche Fabelwesen und sonst was. Was bleibt dann noch? Lasst euch überraschen.